Chikas – Zeitlos Wohlig Draußen Sein

Endlos lang in Sterne schauen,

dem „Hu Huuu“ des Käuzchens lauschen,

die erste Amsel weckt dich,

die Sonne scheint dir ins Gesicht,

Bienen fliegen von Blüte zu Blüte und

die großen Greifer kreisen am Himmel.

Nur Aufstehen fällt schwer….

Ein Handgriff und du siehst den Morgennebel über dem Feld aufsteigen.

Vor einigen Jahren habe ich das Schlafen draußen, unter freiem Sternenhimmel oder unterm Tarp für mich entdeckt. Ich habe den freien Blick nach allen Seiten und den unmittelbaren Kontakt mit dem Wind, den Geräuschen, das Beobachten von Tieren und Vögeln vom Bett aus und vieles mehr so sehr genossen, dass ich es gern teilen wollte. Ich wollte es teilen, nicht nur mit anderen Outdoorfreaks, sondern auch mit denen, die nicht gern Campen gehen, weil sie Rückenprobleme haben oder nicht gern auf dem Boden schlafen – wollte Menschen in die Natur verführen…

Gleichzeitig war ich auch begeistert von der schlichten und ästhetischen Architektur japanischer Holzhäuser. Leichte Schiebetüren, die einfach zu entfernen sind, so dass bei Bedarf eine komplette Wand entfernt werden kann – das kam der Transparenz und Flexibilität eines Tarps recht nahe. Mir gefiel die Idee von Wänden, die nur da sind, wenn sie als Schutz gebraucht werden. Eine Sicht nach allen Seiten war mir wichtig. Ein guter Freund und begnadeter Holzhandwerker, Uwe Heyduk, war inspiriert von meinen Ideen und wir entwickelten eine Art Pavillion aus Holz auf Stelzen und mit Schiebetüren und Sichtmöglichkeiten nach allen Seiten. 

Ein großes Rundfenster aus Plexiglas ermöglicht auch bei Wind und Regen gute Sicht. 

Ursprünglich als Baumhaus angedacht, verwendeten wir leichte Materialien, hauptsächlich Birken-Sperrholz, denn es braucht nicht viel: Gerade einmal 6,5mm sind ausreichend, um vor dem Unbill der Natur zu schützen. Ein Disput mit dem Landbesitzer ließ uns gedanklich auf den Boden zurückkommen und es entstand die Idee ein leicht zu montierendes Häuschen auf ein Podest zu setzen. Wir tüfftelten und ersannen schließlich eine steckbare Konstruktion, die mit nur 12 Schrauben stabil zu Stehen kommt. Oben schützt ein faltbares Dach aus wetterfester Plane mit Holzkassetten dauerhaft vor Nässe.

Die elegante, leichte Bauweise hat auch ihren Preis: So ist Sperrholz für die winterliche Dauerfeuchte nur bedingt geeignet und ein Überwintern drinnen ist empfehlenswert. Vorteil sind neben der einfachen Transportmöglichkeit die baurechtlichen Vorschriften, die bei mobilen Objekten moderater sind und damit Standorte ermöglichen, an denen sonst nicht gebaut werden darf.

Einfach zu transportieren

Wir nannten die hölzernen Pavillions Chisanaka–jap. „kleiner Ort„, daraus wurde die Kurzform Chika. Da sie alle Prototypen sind, sind alle etwas anders: Sie stehen auf einem Podest oder auf eigenen Ständern, manche haben Dachfenster und Regalbrett innen, sowie kleine Fächer, sowie einen Bettkasten als zusätzlichen Stauraum – andere sind ganz frei innen.

Chika-Itch der Pionier und Prototyp. Auf einem Podest mit kleiner Terasse und zusätzlich ausgestattet mit einem Fliegengitter. Das Dach ist mittlerweile faltbar und mit wetterfester Plane und Dachfenster.
Chika-Ni benötigt noch ein Podest, könnte also noch immer als Baumhaus oder gar auf einem Floss ein temporäres zu Hause finden. 
Chika-San, die Hellhäutige, hat einen von innen und außen zugänglichen Bettkasten, ein Dachfenster und viele kleine integrierte Fächer.
Chika-Shi ist das Minimalmodel, reduziert auf das Wesentliche. Sie ist einfach und schnell aufzubauen und ohne zusätzliche Accessoires.

Sie sind nicht groß, aber gerade groß genug, um darin zu schlafen, zu sitzen, zu lesen, sich auszuruhen, Schutz vor Wind und Regen zu finden. Wieviel Raum brauchen wir eigentlich, wenn wir draußen leben, wenn das Haus uns nur zum Schutz und nicht als Daueraufenthalt dient? Wichtiger als die Dimensionen drinnen, wird der Raum ums Haus als wesentlicher Bestandteil des Lebensraumes.

Weitblick über Wiesen und Felder oder gar einem See, Büsche mit Vögeln nahbei, mächtige Bäume oder notfalls auch eine Vogelfutterstelle nahbei – alles was die Sinne öffnet und einlädt zu lauschen ist gut.

Eine Feuerstelle nahbei, Kochen über offenem Feuer, kurze Ausflüge in die Umgebung, um Feuerholz zu sammeln oder im See baden. Falls es keinen See gibt, tut es auch eine Draußendusche oder ein Buschbad – ein entschleunigter Tagesablauf und ein Fest für die Sinne: Hast du jemals bei Kerzenschein im lauen Sommerregen in einer warmen Badewanne gelegen und Schnecken beobachtet?  Dies und mehr ist die Vision von Gondea und die Chikas sind ein kleiner Anfang.

Detaillierte Informationen zu den Chikas könnt ihr unter willkommen@gondea.de anfragen. Erleben könnt ihr sie hier:

In der Eifel:

http://www.eifelhaus-hellenthal.de

Oder in MeckPom:

https://www.landurlaub-diemitz.com

Details zu den Plätzen im Blog, hier. Mehr zur Vision von Gondea gibt es hier.

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