Wandelzeit

Aufbruch in die Jugend

Irgendwann ist es Zeit und ein junger Mensch ist bereit und Willens in die Welt los zu ziehen, um mit seinen gewachsenen und mitgebrachten Werten und seinen Lebensvorstellungen Erfahrungen zu sammeln.

Mit 13/14 Jahren treten die Kinder in eine neue Zeit ein – die Jugend, in der sie sich langsam aus der vollständigen Abhängigkeit von ihren Eltern lösen, um dann später als selbstbestimmte Erwachsene die volle Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Sie suchen Herausforderungen, in denen sie sich bewähren können, sie wollen ihre Kräfte und Fähigkeiten kennenlernen und sie wollen dabei von den Großen gesehen werden.

Warum Übergangsbegleitung?

Der Beginn neuer Lebensphasen braucht Raum, in dem neue Erfahrungen gemacht werden können. Raum, um ein Agieren jenseits alter Gewohnheiten auszuprobieren – sowohl von den Protagonisten selbst, wie auch von ihrer unmittelbaren Umgebung. Für die Jugendlichen ist es ein Hineinwachsen in mehr und mehr Freiheit und Selbstbestimmung, aber auch Verantwortung. Für die Eltern bedeutet es loslassen, lernen zu unterstützen statt beschützen.

Diese Übergänge werden seit jeher rituell markiert und in der Gemeinschaft zelebriert. Es wird ein Moment geschaffen, in dem der Alltag ruht und alle für einen Moment innehalten und aufschauen können zu denen, die nun im Lebensrad an anderer Stelle stehen.

Es geht darum, wertzuschätzen, daß diese jungen Menschen auf dem Weg sind, anzuerkennen daß sie schon jetzt nicht mehr die sind, die sie einmal waren und zu würdigen, daß sie immer mehr sie selbst werden – vielleicht anders als gedacht oder erhofft.

Wie läuft es ab?

In einem einfachen Natur-Ritual geben wir den Kindern die Chance, bewußt einen Schritt ins Unbekannte zu begehen. Wie es Menschen dieses Alters seit jeher in der ganzen Welt taten, werden sie eine Zeit allein in der Natur verbringen – in unserem Fall eine Nacht an einem selbstgewählten Platz, mit minimaler Ausrüstung.

Die Nacht in der Wildnis öffnet eine Zeit, in der die jungen Menschen aus dem Schutz, aber auch der Enge von Gewohnheiten hinaustreten können, hinaus in eine wilde Freiheit und gleichzeitig in unmittelbare Konsequenz.

Sie werden dabei ihren Ängsten begegnen und erfahren, wie sie mit ihnen umgehen. Dabei ist es keine Mutprobe. Vielmehr ist es die Chance, eine lange Zeit völlig selbstbestimmt für sich zu sein und dabei für sich zu sorgen, ohne Bevormundung, Erwartungen oder Ablenkung von außen.

Wenn einer auf die Reise geht, dann kann er was erzählen…

Und so werden wir auch den Geschichten lauschen, mit denen die Jugendlichen zurückkehren, um die Erfahrungen, die dabei gemacht wurden, wertzuschätzen und zu feiern. Wir werden diese Reise gemeinsam erleben, in einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten.

Vier Tage lang werden wir draußen sein, einfach essen und leben, mit dem Wetter, dass uns angeboten wird. Im Feuerschein und unter dem Sternenhimmel werden wir zeitlosen Geschichten lauschen, träumen, uns über relevante Fragen austauschen, lachen, musizieren, schweigen … so wie wir Menschen es seit jeher getan haben.

Zaia Hoffmann

Geleitet wird die Wandelzeit von Cornelius Plache und Zaia Hoffmann, die als Wildnispädagogen und Prozeßbegleiter in verschiedenen Programmen lernen konnten. Die Wandelzeit ist inspiriert und getragen von unseren Erfahrungen im Begleiten von Jugendlichen in der Drachinzeit, dem Walk A Way, Fortbildungen in naturverbundener Ritualarbeit und der Visionssuche-Arbeit nach Steven Foster und Meredith Little.


Wer, wann, wo…

23.-26. September 2021 nahe Rheinsberg (Brandenburg),
für Mädchen und Jungen im Alter von 13-15 Jahre,
Kosten 250-350€ in solidarischer Kostenteilung.

Anmeldung unter jugend@gondea.de

Die Wandelzeit ist eine Kooperation mit zukunftsfähig e.V.

Anmerkung: Da Jugendarbeit in während der Corona-Pandemie ausdrücklich unterstützt wird, gehen wir davon aus, dass die WANDELZEIT unter Einhaltung der gängigen Hygienemaßnahmen und entsprechenden Schnelltests stattfinden kann.