{"id":33,"date":"2019-06-19T10:13:35","date_gmt":"2019-06-19T10:13:35","guid":{"rendered":"https:\/\/Gondea.de\/?page_id=33"},"modified":"2024-01-18T17:43:28","modified_gmt":"2024-01-18T17:43:28","slug":"ueber","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gondea.de\/willkommen\/ueber\/","title":{"rendered":"\u00dcber"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/Gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01-300x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-439\" srcset=\"https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01-300x300.png 300w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01-150x150.png 150w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01-768x768.png 768w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01-1536x1536.png 1536w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01-100x100.png 100w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Logo_rund_LederBackground-01-01-01.png 1835w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><em>Gondea&nbsp;<\/em>ist der Ort, an dem die k\u00fcnstlichen Schranken unserer Gesellschaft nicht existieren. Wie Gondwana, der Urkontinent, der noch eins war, so ist <em>Gondea<\/em>, der Ort, an dem die Dinge in Verbindung miteinander stehen. Es ist \u201eDer sch\u00f6ne Ort, den mein Herz kennt\u201c, um es mit den Worten von Charles Eisenstein auszudr\u00fccken. Wie genau er aussieht, kann ich nicht sagen. Es ist eher ein Folgen einer Spur von Stimmigkeit durch das Wahrnehmen von Resonanz mit unterschiedlichen Lebensentw\u00fcrfen, Kulturen und Naturr\u00e4umen. Ich hinterfrage g\u00e4ngige Konzepte unseres modernen Lebensstiles und umso mehr ich das mache, umso mehr f\u00fchlt es sich an, wie nach Hause kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zentrale Frage, die mich umtreibt ist das Drinnen- und Drau\u00dfenleben. In anderen Klimazonen verbringen Menschen den Gro\u00dfteil ihrer Zeit unter freiem Himmel. Hier in Mitteleuropa ist das zwar die H\u00e4lfte des Jahres ebenso gut m\u00f6glich, aber da wir im Winter nun einmal isolierte H\u00e4user mit Heizungen brauchen und h\u00e4ufig nicht im Sommer auf einen zweiten Wohnsitz ausweichen k\u00f6nnen und zudem bezahlte Arbeit h\u00e4ufig in Geb\u00e4uden stattfindet, leben wir meist ganzj\u00e4hrig drinnen. Drinnen \u2013 das ist ein Raum, in dem nicht nur die Temperatur gut kontrolliert werden kann, es gibt auch sonst recht wenig unkontrollierbares \u2013 es sei denn Kinder oder Haustiere (auch ungewollte) bringen zus\u00e4tzliche Lebendigkeit in diesen Raum. Ohne diese beiden \u2013 was bewegt sich, was ist zu beobachten, was inspiriert und l\u00e4dt unsere Sinne auf eine Reise ein? H\u00e4ufig nichts, au\u00dfer unserem eigenen Tun und vielleicht braucht es deshalb soviel Gesch\u00e4ftigkeit.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"512\" src=\"https:\/\/Gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_0238-768x512-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-135\" srcset=\"https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_0238-768x512-1.jpg 768w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_0238-768x512-1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der Drau\u00dfenraum hingegen entzieht sich gr\u00f6\u00dftenteils unserer Kontrolle, so wie das Wetter, die Bewegungen der V\u00f6gel oder Insekten und die unglaublich kreative und gestaltende Kraft der Pflanzenwelt. Und weil er nicht unserer Kontrolle unterliegt, sind wir auch nicht verantwortlich f\u00fcr diesen Raum, m\u00fcssen nichts tun. Es ist ein System, das funktioniert, lebt, w\u00e4chst ohne unser Zutun. Gut, dem Kleing\u00e4rtner oder Bauern freut das vielleicht nicht. Aber wenn wir an einem Ort sind, an dem wir die Natur einfach sein lassen k\u00f6nnen, dann l\u00e4sst die Natur uns ebenso einfach sein, wie wir sind, erwartet nichts und manipuliert uns nicht, sondern l\u00e4\u00dft uns die liebenswerten, menschlichen Wesen sein, die wir sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Natur nach anderen Prinzipien funktioniert als unsere Gesellschaft, kann ich dort Urlaub machen, mich erholen von gesellschaftlichen Kriterien, wie dem Streben nach Gewinn und daf\u00fcr Resonanz finden f\u00fcr Ideen jenseits unseres gesellschaftlichen Denkens. Man kann die Probleme nicht l\u00f6sen innerhalb des Systems in dem sie entstanden sind, hei\u00dft es. Was das angeht, birgt die Natur ein unglaubliches Potential f\u00fcr kreative L\u00f6sungen. Menschen, die w\u00e4hrend eines<a href=\"https:\/\/Gondea.de\/eifel-wilderness-solo\/\" data-type=\"page\" data-id=\"385\"> Sitouts<\/a> (Wildnissolo, Visionssuche) sich auf den Weg machen, einige Tage allein und ohne Ablenkung sich ganz der Natur und deren Einfluss hinzugeben, erleben diesen Perspektivwechsel und kommen mit bereichernden Geschichten und neuen Erkenntnissen zur\u00fcck von ihrer Reise.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/Gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/GondeaWebseite-16-von-29.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-200\" srcset=\"https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/GondeaWebseite-16-von-29.png 1024w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/GondeaWebseite-16-von-29-300x200.png 300w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/GondeaWebseite-16-von-29-768x512.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Warum also verbringen wir nicht mehr Zeit drau\u00dfen? Ich glaube, dass Menschen verantwortungsvoller und selbstbewu\u00dfter aufwachsen angesichts gro\u00dfer, alter, krummer, sterbender, sprie\u00dfender, gebrochener oder aber starker B\u00e4ume. Mein Anliegen ist es daher, Menschen den Aufenthalt in der Natur m\u00f6glichst bequem zu machen. So bequem, dass sie diese gar nicht mehr verlassen wollen und mit ihren Sinnen einfach da sein wollen. Und langfristig m\u00f6chte ich einen Ort schaffen, an dem wir gemeinsam mit all unseren Sinnen unter Sternen leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen physischen Ort, an dem ich all meine Ideen umsetzen kann, habe ich noch nicht gefunden. Also erschaffe ich ihn St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck, zusammen mit anderen, die diesen Ort ebenfalls in ihrem Herzen tragen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Willkommen -at- gondea.de<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"477\" height=\"550\" src=\"https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zaia_round_name.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1129\" style=\"width:357px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zaia_round_name.png 477w, https:\/\/gondea.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Zaia_round_name-260x300.png 260w\" sizes=\"auto, (max-width: 477px) 100vw, 477px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Gepr\u00e4gt haben mich vor allem der Ort an dem ich aufwuchs und die schlummernden Geschichten meiner Familie. Kulisse meiner Kindheit ist die Kornkammer Ostdeutschlands: Weite, riesige Felder, Monokultur in jeglicher Hinsicht. Ein wenig inspirierendes und mir unverst\u00e4ndliches System, das mich jedoch relativ sicher und zufrieden hat aufwachsen lassen. Ich erlebte den Regimewandel in der Zeit, als die Welt mich gerade zu interessieren begann. Stand mit offenem Mund staunend vor riesigen Spielzeugregalen im westdeutschen Supermarkt und erlebte danach die Eroberung meiner Umgebung als vielversprechenden Absatzmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Weile folgte ich einem anerkannten, vielversprechenden Weg und sammelte Abschl\u00fcsse. Das Wissen der Wissenschaft konnte mich jedoch nicht halten. Meine Welt wurde bunter und inspirierender je l\u00e4nger und weiter ich wanderte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-very-dark-gray-color has-text-color\">Ich entdeckte die Rhythmen Afrikas, besonders die des Maracatu und des Candombl\u00e9, die mich <em>Lebendigkeit, Kraft und Verbundenheit haben sp\u00fcren lassen. <\/em> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left has-very-dark-gray-color has-text-color\">In der japanischen Kultur fand ich meinen <em>Sinn f\u00fcr \u00c4sthetik, Pr\u00e4zision und Naturverbindung. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">In der Kultur der Dagara, vermittelt durch meine Lehrerin Sobo<em>nfu Som\u00e9, fand ich Vertrauen in eine Kultur des Miteinanders. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Den Lakota und anderen indigenen V\u00f6lkern Nordamerikas danke ich f\u00fcr <em>die Dankbarkeit<\/em>, die mich so oft schon aus tr\u00fcbseligen, dunklen inneren R\u00e4umen ins Licht gef\u00fchrt hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-very-dark-gray-color has-text-color\">Zahlreiche Aufenthalte allein in der Natur haben mir <em>den Umgang mit Angst gelehrt und mich frei f\u00fchlen<\/em> lassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Meinem Butoh-Lehrer Imre Thormann verdanke ich <em>die gr\u00f6\u00dfte Sicherheit in meinem Leben<\/em>: Stehen auf meinen F\u00fc\u00dfen und Weitergehen trotz Unsicherheit um mich herum. <\/p>\n\n\n\n<p>Das freie Tanzen und die Ritualarbeit ermutigten mich immer wieder, mich <em>dem Unbekannten an zu vertrauen und meinen Impulsen unschuldig zu folgen<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Und schlie\u00dflich habe ich in der Begleitung junger M\u00e4dchen bei der <a href=\"https:\/\/www.drachinzeit.de\">Drachinzeit<\/a> und im Campleben mit den Frauen w\u00e4hrend dieser Zeit erlebt, wie einfach und nat\u00fcrlich unterschiedlichste Menschen in ein nat\u00fcrliches und herzliches Miteinander verfallen, wenn komplexe Strukturen und \u00e4u\u00dfere Trennung wegfallen, wie nah uns ein Leben drau\u00dfen, mit der Natur, den Elementen und in Gemeinschaft trotz all der modernen Entgleisungen doch ist. Und auch wenn diese Erfahrung sich auf nur vier Tage beschr\u00e4nkt, bekommt man dennoch eine Kostprobe davon, wie unser Leben sich auch anf\u00fchlen k\u00f6nnte. <\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Geschmack, dieses sinnliche Erleben dessen, wie es ist mit allen Sinnen gefordert, gebraucht und gesehen zu werden, der Unvorhersehbarkeit des Lebens mit  Kreativit\u00e4t und vielf\u00e4ltigen F\u00e4higkeiten zu begegnen, uns voll lebendig und als Teil eines \u00d6kosystems zu f\u00fchlen, das m\u00f6chte ich mit Gondea in die Welt bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Soviele wertvolle Geschenke, die ich erhalten habe und soviele wertvolle Lebensgeschichten von Uwe, Susanne, Dorothee, Dietmar, Lien, meinen Eltern und vielen weiteren Gef\u00e4hrten:  Sie alle haben sich zu meinem Weg verwoben, der so anders verl\u00e4uft als ich ihn mir in meinen k\u00fchnsten Tr\u00e4umen habe ausdenken k\u00f6nnen. Frei und verbunden, lebendig und liebend f\u00fchle ich mich. Ich danke dem Leben f\u00fcr all seine Unvorhersehbarkeit und all den wundervollen, mich unterst\u00fctzenden Menschen an meiner Seite. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Zaia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gondea&nbsp;ist der Ort, an dem die k\u00fcnstlichen Schranken unserer Gesellschaft nicht existieren. Wie Gondwana, der Urkontinent, der noch eins war, so ist Gondea, der Ort, an dem die Dinge in Verbindung miteinander stehen. Es ist \u201eDer sch\u00f6ne Ort, den mein Herz kennt\u201c, um es mit den Worten von Charles Eisenstein auszudr\u00fccken. 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