{"id":543,"date":"2021-01-26T09:16:37","date_gmt":"2021-01-26T09:16:37","guid":{"rendered":"https:\/\/Gondea.de\/?p=543"},"modified":"2021-01-26T09:16:37","modified_gmt":"2021-01-26T09:16:37","slug":"sag-ja-aus-sabrina-wird-zaia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gondea.de\/willkommen\/sag-ja-aus-sabrina-wird-zaia\/","title":{"rendered":"Sag-Ja! &#8211; Aus Sabrina wird Zaia"},"content":{"rendered":"\n<p>Einige von Euch haben mich unter dem Namen Sabrina kennengelernt. Nach einigen Jahren der Unklarheit habe ich mich jetzt entschlossen, mich auf die Vokale in dem Namen zu fokussieren und mich statt Sabrina, Zaia (gesprochen Saja) zu nennen. Kurz und kraftvoll war meine Intention, daher \u201eZ\u201c statt \u201eS\u201c (was in Belgien und den Niederlanden als deutsches \u201eS\u201c gesprochen wird). Als Merkhilfe hat in meinen Camps die Formel \u201eSag-Ja!\u201c gut funktioniert und mittlerweile ist es auch ein Motto f\u00fcr diesen neuen Lebensabschnitt f\u00fcr mich geworden, von dem ich hier ein wenig berichten m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer mich l\u00e4nger kennt, weiss vielleicht um meine gute Beobachtungsgabe, meine Zur\u00fcckhaltung, meine kritische Haltung zu fast allem und die F\u00e4higkeit bei Bedarf nahezu unscheinbar zu werden. Das habe ich lange ge\u00fcbt und es ist wohl eine sinnvolle Strategie, wenn man sich nicht wirklich zu Hause f\u00fchlt in seiner Umgebung. Aber es l\u00e4hmt auch und all die gewonnen Erkenntnisse wollen irgendwann im eigenen Wirken sich entfalten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201e<em>Und es kam der Tag,\u00a0da das Risiko in der Knospe zu verharren,\u00a0schmerzvoller wurde, als das Risiko zu bl\u00fchen<\/em>.\u201c\u00a0<\/p><cite>ANAIS NIN<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich kam dieser Tag vor 7 Jahren, als mir klar wurde, dass mein Job mich zwar an wundervolle Orte der Welt f\u00fchrt, ich die meiste Zeit dann aber trotzdem im B\u00fcro und hinter dem Bildschirm verbringe. In meiner Freizeit hatte ich inspirierende Begegnungen unterschiedlichster Art. Ich musizierte, t\u00f6pferte, schrieb, tanzte, wanderte durch die Natur, kurz ich war gl\u00fccklich und lebendig. Im B\u00fcro hingegen musste ich mit Schokolade und innerem Druck gegen M\u00fcdigkeit, Sinnlosigkeit und depressive Sch\u00fcbe k\u00e4mpfen. Ich habe das sichere Polster dann verlassen und mich auf eine Wanderschaft begeben, ohne klaren Plan. Eine Weile konnte ich mich hinter dem Sabbat-Jahr-Status gut verstecken. Dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem Smalltalk und die Frage nach der beruflichen Identit\u00e4t zur Qual werden. Diese Fragen, die im Innern so laut und qu\u00e4lend rufen und damit eine Reihe unangenehmer \u00c4ngste aufwecken. Aber sie bringen einen nicht um, mich zumindest nicht. Und so ging auch diese Zeit irgendwann vor\u00fcber und es kam der Moment, an dem mich meine immer gleiche Ausrede schlichtweg langweilte und ich wurde kreativer. Von nun an wartete ich selbst gespannt in neuen Begegnungen, welche Antwort mir heute einfallen w\u00fcrde. \u201eUnd was machst du so?\u201c &#8211; \u201eIch lebe!\u201c sagte ich irgendwann.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein stetes Suchen und Einlassen auf Neues hat mich schlie\u00dflich in einer Welt ankommen lassen, in der ich mich endlich zu Hause f\u00fchle. Ein paar grunds\u00e4tzliche Entscheidungen hat es daf\u00fcr noch gebraucht, die nicht leicht waren und ihre Zeit brauchten bis die Weichen im Kopf umgelegt waren. Zum Beispiel die Entscheidung, mein geliebtes, so bunt pulsierendes Berlin mit all den vertrauten und funktionierenden Netzwerken zu verlassen und vor\u00fcbergehend im Bus zu leben. Nun lebe ich an verschieden sch\u00f6nen Orten in der Natur, meistens drau\u00dfen und mit Menschen, die \u00e4hnliche Vorlieben teilen. Und auch wenn vieles noch im Sich-Finden ist, so ist es doch, als ob pl\u00f6tzlich das Negativ zum Positiv wird und die Dinge, die noch fehlen zum Gl\u00fcck, deutlicher und greifbarer erscheinen. Jetzt gibt es pl\u00f6tzlich die so lang vermisste Klarheit wozu ich Ja-Sagen mag und den Mut, das Vertrauen und den Glauben, dass das Leben, wie ich es mir immer schon gew\u00fcnscht habe, m\u00f6glich ist. Das, was es dazu braucht &#8211; und es ist interessant, dass ich das gerade in dieser verunsichernden Zeit schreibe, in der manch einer in seinem Vertrauen gerade stark herausgefordert wird &#8211; ist \u201eSag-Ja!\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Danke Euch allen, die mich auf meiner Wanderschaft gehalten, getragen und auf vielf\u00e4ltigste Weise unterst\u00fctzt haben. Ihr habt mir erlaubt, im Dunkeln weiterzugehen, bis endlich Licht am Ende des Tunnels in Sicht war. Danke!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zaia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige von Euch haben mich unter dem Namen Sabrina kennengelernt. Nach einigen Jahren der Unklarheit habe ich mich jetzt entschlossen, mich auf die Vokale in dem Namen zu fokussieren und mich statt Sabrina, Zaia (gesprochen Saja) zu nennen. 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